Die Wever Bunker-Studie

Über die Beeinflussung der circadianen Periodik des Menschen
durch schwache elektromagnetische Felder

Das Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie in Seewiesen und Erling-Andechs, unter der Leitung von Prof. Dr. Rütger Wever, veröffentlichte bereits 1967 eine Studie mit dem Titel: «Über die Beeinflussung der circadianen Periodik des Menschen durch schwache elektromagnetische Felder»

Die Forschung an diesem Projekt wurde übrigens mit Mitteln des Bundesministeriums für wissenschaftliche Forschung [Förderungsvorhaben WR 6 und WRK 86] und mit Mitteln der NASA [Grant NSG 259-62] gefördert.

In einem speziellen Bunker für Untersuchungen der circadianen Periodik des Menschen bei Ausschluss aller Zeitgeber ist einer der beiden Versuchsräume elektrisch und magnetisch abgeschirmt und mit Einrichtungen zur Erzeugung künstlicher elektromagnetischer Felder versehen. In diesem Raum ist der Einfluss schwacher elektrischer 10 Hz-Felder, wie sie ähnlich in der irdischen Atmosphäre vorkommen, und die nicht wahrgenommen werden können, auf den Menschen geprüft worden. In sämtlichen zehn Versuchen, in denen das künstliche Feld (in wechselnder Reihenfolge) für jeweils mindestens eine Woche ein- und ausgeschaltet gewesen ist, bewirkt das 10 Hz-Feld eine Verkürzung der circadianen Periode (im Mittel über alle Versuche um 1,27 Std.). Darüber hinaus verhindert das künstliche Feld «interne De-Synchronisation». In sechs Versuchen mit periodisch eingeschaltetem Feld zeigt sich in allen Fällen «relative Koordination» zwischen Feldzeitgeber und Aktivitätsperiodik.

Ein Vergleich der Ergebnisse aller bisherigen Versuche im abgeschirmten Raum mit den im nicht abgeschirmten Raum gewonnenen, lässt den Einfluss der im abgeschirmten Raum fehlenden natürlichen elektromagnetischen Felder erkennen. Für die über alle Einzelversuche gemittelten Perioden ergeben sich Werte von 25,65 Std. für den abgeschirmten Raum (Mittel aus 29 Versuchen) und 25,00 Std. für den nicht abgeschirmten Raum (Mittel aus 24 Versuchen). Ferner ist «interne De-Synchronisation» ausschließlich im abgeschirmten Raum beobachtet (in neun Versuchen). Im nicht abgeschirmten Raum stehen die Perioden von Aktivität und vegetativen Funktionen dagegen stets entweder im 1:1- oder im 2:1-Verhältnis zueinander (circadiane Aktivitätsperiode, in fünf Versuchen).

Die schwachen künstlichen 10 Hz-Felder und die natürlichen elektromagnetischen Felder irdischen Ursprungs haben damit ähnliche Wirkungen auf die circadiane Periodik des Menschen.

In Anbetracht der zunehmenden Schwankungen der Erdmagnetfelder und der damit verbundenen Schumann-Resonanzfrequenz (Intensitäten), erscheint es sinnvoll, eine unterschwellige Stabilität durch entsprechende künstliche Felder zu erstellen. In diesem Sinne erscheint es zweckmäßig, eine Bauart zu wählen, die das Tragen am Körper ermöglicht.

 

Der LFS strebt an, diesen Zweck zu erfüllen.

Mechanismen der biophysikalischen und elektro-chemischen Wechselwirkung:
Die Zelle und ihr elektrisches Verhalten

Um Wirkungsmechanismen der Interaktion elektromagnetischer Felder in biologischen Systemen zu untersuchen, muss man die kleinste Lebenseinheit, die Zelle betrachten. Grundsätzlich kann jeder Organismus durch elektrische Ereignisse beeinflusst werden, da Moleküle im wässrigen Medium geladene Gruppen haben und elektrische Potentiale eine große Rolle bei chemischen und biochemischen Reaktionsabläufen spielen. Das Zellinnere hat eine andere Ionenzusammensetzung als das extrazelluläre Elektrolytmilieu. Die Zellmembran grenzt das Zytoplasma zum Elektrolytmilieu ab. Die Doppellipidschicht stellt eine Barriere für chemische Substanzen und auch für Ladungen dar. Die Zelle ist grundsätzlich negativ zum Außen Milieu geladen, die Potentialdifferenz von ca. -70mV bewirkt über die ca. 8nm dicke Membran eine elektrische Feldstärke in der Größenordnung von 107 V/m. Die Zelle hat durch ihren Aufbau passive elektrische Eigenschaften. Der elektrische Widerstand und die Kapazität können nach den physikalischen Gesetzen als RC-Glied gesehen werden. Das nichtlineare Element besitzt eine frequenzabhängige Impedanz, d.h. bei niedrigen Frequenzen bildet die Membran eine elektrische Abschirmung, bei hohen Frequenzen (ab ca. 1 MHz) jedoch werden die Frequenzen kapazitiv überbrückt.

** Spherics: Es bleibe derzeit ein physikalisches Enigma, wie derartig schwache elektrische Felder überhaupt zu einer Wirkung führen können, heißt es: Selbst bei einem verhältnismäßig starken externen elektrischen Feld von 10 kV/m, wie es etwa in der Nähe von Gewitterzonen auftreten kann, schrumpft das Feld im Körper auf Grund der recht guten Körperleitfähigkeit auf 10 mV/m bzw. 1 mA/m2. Dies führt zu einem Potential über einer wenige 10 Ä dicken Membran von Bruchteilen eines Mikrovolt gegenüber einigen 10mV natürlicher Potentialdifferenz. Der thermische Umsatz von l: 100 000W/m3 ist um einen Faktor von 100 Millionen kleiner als der Umsatz infolge natürlichen Metabolismus'! Von besonderem Interesse ist hierbei die Frage, inwieweit derartige bioelektromagnetische Phänomene im Zusammenhang mit «Wetter» und «Wetterfühligkeit» stehen. Befinden, Stimmungslage, bestimmte Schmerzzustände usw. werden bekanntlich vom Wetter beeinflusst. Unlust und Häufung von Fehlern gehen mit so genannten biotrophen Wetterlagen einher. Andererseits sind derartige Biotope Wetterlagen in der Regel verknüpft mit elektromagnetischen Prozessen, Ladungsverschiebungen und durch atmosphärische Entladung erzeugte elektrische Impulse, eben die so genannte Spherics, die genau diese niederfrequenten Komponenten in besonderem Masse und messbar enthalten.

* Schumann-Resonanz. Damit bezeichnet man stehende elektromagnetische Wellen in der Erdatmosphäre. Durch Blitze wird ein breites Spektrum elektromagnetischer Wellen ausgesendet. Niederfrequente Wellen breiten sich hauptsächlich in der nur wenig leitfähigen Atmosphäre zwischen dem elektrisch gut leitenden Erdboden und der gut leitenden Ionosphäre aus. Wellen, die sich nach einer Erdumrundung wieder in der gleichen Phase befinden (d. h. der Erdumfang ist ein ganzzahliges Vielfaches der Wellenlänge) befinden sich in Resonanz und werden verstärkt, andere löschen sich aus. Dadurch ergibt sich eine Resonanzfrequenz von durchschnittlich 7,83 Hz, die durch die Beschaffenheit der Ionosphäre mit den Tages- und Jahreszeiten leicht schwankt. Auch bei Vielfachen dieser Frequenz liegt eine Schumann-Resonanz vor, das stärkste Signal liegt aber bei der Grundfrequenz von 7,83 Hz (das entspräche übrigens im Schallspektrum dem Ton H(4) +25 cent). Dieses Phänomen wurde 1954 von Winfried Otto Schumann und Herbert König entdeckt. Die elektromagnetischen Wellen werden lokal leicht durch künstlich erzeugte Wechselfelder verdeckt. Bei der Vermessung des Frequenzspektrums in diesem niederfrequenten Bereich sind auch stärkere künstlich erzeugte Wellen zu beobachten, so z. B. die Frequenzen des europäischen und des amerikanischen Stromnetzes

[Enzyklopädie: Schumann-Resonanz. DB Sonderband: Wikipedia Frühjahr 2005, S. 402322]

In Anbetracht der zunehmenden Schwankungen der Erdmagnetfelder und der damit verbundenen Schumann-Resonanzfrequenz (Intensitäten), erscheint es sinnvoll, eine unterschwellige Stabilität durch entsprechende künstliche Felder zu erstellen. In diesem Sinne erscheint es zweckmässig, eine Bauart zu wählen, die das Tragen am Körper ermöglicht – demzufolge mit Batterie betrieben wird.

  1. Semm, P./Schneider, T./Vollrath, L.: Effects of an earth-strength magnetic field... (1980); Semm, P: Neue Untersuchungen zum Magnetsinn (1982); Senun, P. et al.: Neural basis of the magnetic compass (1984); Krause, K./Hennekes, R.: Magnetfeldempfindlichkeit des menschlichen Auges (1986).
  2. Kirshivink, Joseph L, Kobayashi-Kirshivink, Atsuko & Woodford, Barbera J., «Magnetite Biomineralization in the Human Brain» Proceedings of the National Academy of Science, 89 7683-7687, 1992
 
 

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